Baby- und Kinderernährung

Erst die Milch und dann?

Für Babys ist Muttermilch die beste Nahrung. Stillen bringt Vorteile für Mutter und Kind. Manchmal ist das Stillen nicht so einfach, dann sind die industriellen Milchnahrungen ein guter Ersatz für die Muttermilch.

Um eine ausreichende Zufuhr an allen Nährstoffen zu gewährleisten und den Körper mit den Grundnahrungsmitteln vertraut zu machen, sollte nach ca. 6 Monaten die Milchnahrung durch geeignete Beikost ergänzt werden.
Stellen Sie Babynahrung immer auf der Basis von Bioprodukten her.
Ergänzend zum Selber kochen können Sie auch zu geeigneten Fertigprodukten greifen.
Ab einem Jahr lernen die Kinder am Familientisch mitzuessen und brauchen keine extra Kinderlebensmittel mehr.

Kinder müssen essen lernen.
Unsere Essgewohnheiten, Vorlieben und Abneigungen sind nicht angeboren sondern im Laufe des Lebens erworben. Ernährungserziehung ist also ein wichtiger Bestandteil der Erziehungsarbeit. Die Ernährung dient in erster Linie der ausreichenden Nährstoffversorgung. Darüber hinaus prägen viele verschiedene Einflussfaktoren unser Essverhalten. Zunächst müssen Kinder erst einmal die verschiedenen Speisen kennen und schätzen lernen, dabei trainieren sie ihre Geschmackswahrnehmung. Sie lernen unterschiedliche Mahlzeiten kennen und wie man was isst. Im Kleinkindalter interessieren sie sich bereits dafür, wie Lebensmittel produziert und zubereitet werden. Die besondere Ernährung an Feiertagen und Festen unterstreicht deren Charakter und ist Teil der jeweiligen Kultur.

Ernährungstipps:

  • Achten Sie darauf, dass Ihre Kinder täglich Lebensmittel aus allen wichtigen Lebensmittelgruppen essen und trinken:

    reichlich:
    Getränke (Wasser, Früchtetees, Kräutertees, evtl. stark verdünnte Saftschorlen)
    Brot, Getreideprodukte, Kartoffeln
    Gemüse und Obst


    maßvoll:
    Milch, Milchprodukte (Joghurt, Quark, Käse)
    Fleisch, Wurst, Fisch, Ei


    wenig:
    Streichfett, Pflanzenöle
    Süßwaren, süße und fette Backwaren
     
  • Ergänzen Sie Frühstück, Mittagessen und Abendessen durch zwei Zwischenmahlzeiten mit z. B. Obst, einem Joghurt oder einem kleinen Gebäck.
  • Bereiten Sie Speisen mit wenig Fett zu und garen Sie Nährstoff schonend durch Dünsten und Dämpfen.
  • Salzen Sie sparsam. Scharfe Gewürze und salzreiche Speisen eignen sich nicht für kleine Kinder.
  • Seien Sie selber ein gutes Vorbild in Ihrer Einstellung zu Essen, der Lebensmittelauswahl und dem Verhalten bei Tisch.
  • Schaffen Sie eine angenehme Atmosphäre bei Tisch und essen Sie so oft es geht gemeinsam mit Ihren Kindern.
  • Helfen Sie Ihren Kindern, die Lebensmittelmenge selber zu bestimmen und ein Gefühl für den eigenen Körper zu entwickeln.
  • Benutzen Sie Lebensmittel nicht als Belohnung, Strafe oder Ausdruck von Zuneigung.
  • Wenn Ihr Kind eine Mahlzeit auslässt, dann bleiben Sie gelassen und lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.
  • Loben Sie Ihr Kind für gutes Essverhalten.

Entdecken Sie selber wieder, zusammen mit Ihren Kindern, das Thema Ernährung mit all seinen Facetten.
Gesund essen macht Spaß und schmeckt lecker.

 

Mein Angebot im Präventionsbereich

BeKi-Veranstaltung für junge Eltern
BeKi steht für „
Bewusste Kinderernährung“ und ist eine Initiative des Ministeriums für Ernährung und Ländlichen Raum in Landes Baden-Württemberg.
Für Gruppen ab 8 Personen gibt es die Möglichkeit eine Präventionsveranstaltung zum Thema Kinderernährung bei einer BeKi-Fachfrau zu buchen. Die Kosten werden vom Land übernommen.

  • Einführung der Beikost
  • Hinführung zum Familientisch
  • Für Kindergärten und Tageseinrichtungen für Kinder besteht die Möglichkeit einen Elternabend zum Thema „Gesunde Kinderernährung und Ernährungserziehung“ mit einer BeKi-Fachfrau durchzuführen.

BeKi ist landesweit organisiert. Bitte erfragen Sie bei den jeweiligen Landratsämtern welche Fachfrau in Ihrem Bereich zuständig ist: www.beki-bw.de

Für den Raum Weil der Stadt und Umgebung können Sie bei Interesse direkt mit mir Kontakt aufnehmen.

 

Individuelle Ernährungsberatung

Auch bei Kindern können Probleme mit dem Verdauungstrakt, der Verträglichkeit von Lebensmitteln oder dem Körpergewicht auftreten.
Dazu vereinbaren Sie bitte einen individuellen Beratungstermin.

Ich arbeite mit Ihrem Kinderarzt zusammen.
Ihr Arzt kann Ernährungsberatung zur Unterstützung der Therapie empfehlen.
Da die Kosten für Ernährungsberatung privat
abgerechnet werden, empfehle ich
wegen einer möglichen Kostenerstattung bereits im Vorfeld mit der Krankenkasse Kontakt aufzunehmen.